Rationale Trader gehen nicht ins Kino

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Jeder hält sich für rational. Aber warum gehen rationale Trader nicht ins Kino?

Rationale Trader gehen nicht ins Kino CD Cover

Jeder Trader hält sich für rational, aber viele Trader gehen gerne ins Kino. Warum tun sie das? Im Kino sieht man einen erfundenen Film mit Akteuren von denen man weiß, dass es sich eigentlich um Schauspieler handelt. Und obwohl wir wissen, das Harrison Ford nicht wirklich Indiana Jones ist und Bruce Willis nicht wirklich hart gestorben ist und man weder mit einer Peitsche von Haus zu Haus schwingen, noch durch geschlossene Fenster springen sollte.

Dies führt in der Realität unweigerlich zu Knochenbrüchen und trotzdem schauen wir uns diese Dinge immer wieder an, bisweilen hört man sogar von weiblichen Geschöpfen, die auch nach dem 31ten Sissi Film ihr Taschentuch erneut herausholen und an den traurigen Stellen anfangen zu weinen. Was für mich quasi der komplette Film wäre.

Tatsächlich spielen Emotionen in unserem Leben ein deutlich größere Rolle als Fakten, auch wenn wir uns für rational denkende Wesen halten. Eine Erkenntnis, die ich besorgniserregend finde ist, dass jede Form von Angst sich immer doppelt so schlimm anfühlt wie ein Erfolg.

Ich selbst neige sehr stark dazu bei Trades emotional zu reagieren und da hinter jeder Absicht und jeder Tat eines Menschen immer der Wunsch steht sich besser zu fühlen, kann ein Verlust und ein damit einhergehendes ungutes Gefühl dazu führen, dass ich mein eigenes System manipuliere.

Angst und Enttäuschung verleiten viele Trader dazu etwas zu tun, was sie bei klarem Verstand, oder besser gesagt bei klarer Gefühlslage niemals tun würden.
Und genau darum geht in jeder Werbung. Auch in der Werbung von Brokern. Es geht darum Gefühle anzusprechen, einen Vorteil zu versprechen, die einmalige Gelegenheit, die sich nur heute ergibt und die der Trader jetzt sofort und auf der Stelle nutzen soll, denn sonst würde er etwas verpassen.

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Oder meinetwegen auch 500,-€, die man niemals ausgezahlt bekommt, weil auf Seite 34 in den allgemeinen Geschäftsbedingungen verklausuliert ist, dass bei solchen Bonuszahlungen der Bonus nur gezahlt werden kann, wenn es junge Hunde regnet und die Hölle zufriert.

Und genau darin liegt der Vorteil eines guten, automatisierten Systems. Es ist keinen emotionalen Störungen ausgesetzt und es macht auch keine Rachetrades. Mein System unterstützt mich in den Bereichen, in denen ich sehr anfällig dafür bin etwas zu tun, was sich hinterher als unsinnig und emotional bedingt herausstellt und mit der eigentlichen Tradinglogik überhaupt nichts zu tun hat.

Mein System beschützt mich davor etwas zu tun, wofür es keine mathematische Grundlage gibt. Ein automatisches Handelssystem kennt entweder eine Null, oder eine Eins. Aber für uns Menschen ist ganz viel Null auch fast ein bisschen Eins und wir steigen trotzdem ein.

Gute diskretionäre Trader führen ein Tradingtagebuch und tragen unter anderem bei den entsprechenden Trades ein, wie sie sich gefühlt haben, als sie diesen Trade eingegangen sind. Denn das kann sie in einer späteren Auswertung davor schützen in einer ähnlichen emotionalen Lage den gleichen Fehler noch einmal zu machen.

Damit ich an mein System glauben kann, muss ich allerdings klare Regeln aufstellen, die auch von einem Computer verstanden werden können.

Genau das ist ein großer Vorteil von automatisierten Systemen. Ich muss mich einmal hinsetzen und alle Regeln definieren die für einen Menschen einfach und optisch klar erkennbar sind, aber die man dem Computer erst einmal beibringen muss.

Diese Definition führt aber dazu, dass ich klare Grenzen setzen muss. Beispielsweise ist bei mir der Take Profit zwei Euro. Meine Lot Größe ist immer eine Micro-Lot und neue Postionen werden nur dann eröffnet, wenn mindestens zweihundert Euro Handelskapital für eine einzige Position mit einem Micro Lot zur Verfügung stehen.

Wie ich auf diese Regeln gekommen bin? Ganz einfach; ich habe sie ausprobiert. Und das ist der Vorteil von einem guten automatischen System. Man kann tausende von Trades unter den gleichen Handelsbedingungen in der Historie testen und nach eigenen Bedürfnissen festlegen, welche Ergebnisse man erzielen kann, wenn man die eigenen Einstellungen korrekt anpasst.

Denn nur wenn das Handelssystem nach den eigenen Vorstellungen handelt, dann ist man in der Lage es auch dauerhaft selbst auszuhalten.